Pferdekräuter zur natürlichen Stärkung warmer Stellen

Pflanzliche Futterergänzung zur Stärkung der körpereigenen Temperaturregulation

Hitze und Wärme auf der Haut oder am Bewegungsapparat kann für unsere Pferde unangenehm sein. Darum ist es hilfreich, wenn wir Kräuter verwenden, welche die natürliche Temperaturregulation unserer Pferde unterstützen. 

Kräutermischungen zur Stärkung der natürlichen Temperaturregulation:

  • der Gelenke 
  • der Sehnen & Bänder bzw. des Fesselträgers
  • des Immunsystems
  • der Haut

Wir verwenden ausschließlich Kräuter in sehr hochwertiger Krauterie-Qualität!

Heiße Stellen

Heiße Haut & Kräuter

Um die körpereigene Fähigkeit zur Regulation der Hauttemperatur zu stärken, können wir folgende Kräuter verwenden.

Äußerlich ist Pfefferminze (vor allem das ätherische Öl) sehr spannend, da diese bei der Verdunstung das Gefühl von Kälte verursacht. Ätherisches Pfefferminzöl kann die Haut allerdings auch reizen, darum sollte es nur verdünnt und auf intakte Hautstellen aufgetragen werden.

Intakte Haut mag außerdem sehr gerne Johanniskrautöl (auch Rotöl genannt). Allerdings sollte man bei der Verwendung an Tieren darauf achten, dass die Haut darunter wirklich sauber ist (im Zweifel vorher desinfizieren, abtrocknen lassen und dann erst das Öl drauf geben.)

Ein starker Mädesüß Tee pflegt heiße Haut außerdem auch ganz wunderbar, ohne dass sich Hitze stauen kann wie zum Beispiel bei der Ölanwendung. Mädesüß aber bitte nicht bei Katzen verwenden, sondern nur bei Pferden und Hunden.

Innerlich gefüttert profitiert der Hautstoffwechsel von Pflanzen wie zum Beispiel Stiefmütterchenkraut und Brennesselblättern.

 

 

Heiße Stellen des Bewegungsapparats & Kräuter

Zur Pflege ist Bockshornklee äußerlich sehr angenehm. Dieser kann als Pulver erworben und mit Wasser zu einer dickflüssigen Paste verrührt werden. Diese haftet besonders gut an Tüchern, darum sollte man die Paste auf ein Geschirrtuch aufstreichen und dann auflegen und ggf. bandagieren.

Außerdem können Quarkumschläge, Kohl- oder Sauerkrautumschläge gut tun. Vorsichtig mit stark reizenden Cremes, Salben und Wassern, die zum Beispiel Kampfer enthalten: Die Haut kann hierauf sehr gereizt reagieren.

Auch hier tut ein Tropfen ätherisches Pfefferminzöl sehr gut.

 

Zur Fütterung eignen sich alle Nieren-Pflanzen wie Brennessel (Blätter), Birke (Blätter) und Goldrute (Kraut) sowie Vitamin C haltige Früchte wie Hagebutten und omega-3-fettsäurenhaltige Öle wie zum Beispiel Leinöl. Pflanzen wie Weidenrinde, Yucca, Weihrauch etc. sind nur sehr vorsichtig zu füttern und sollten mit einem Experten zusammen überdacht werden.

 

Pflanzen vermeiden, die zusätzlich Hitze erzeugen

Es gibt kalte, neutrale, warme und heiße Pflanzen. Logisch, dass heiße Pflanzen, bei sowieso schon heißen Stellen keine gute Idee sind. Heiße Pflanzen sind alle, die scharf sind wie zum Beispiel Ingwer (besonders getrockneter Ingwer), Chilli, Capsicum etc.

 

Hitziges Temperament & Kräuter

Pferde, die ein hitziges Temperament haben, sollten nicht noch zusätzlich „heißes Futter“ bekommen – das würde die konstitutionelle Tendenz zu überschießenden Reaktionen verstärken. „Heißes Futter“ ist im Sinne der TCM-Ernährungsmittellehre zu verstehen. Die TCM unterteilt Nahrungsmittel je nach Temperatur in kalt, neutral, warm und heiß ein. Heiß sind meist alle die Pflanzen, die scharf sind, also einen zum Schwitzen bringen wie Zum Beispiel Ingwer, Pfeffer, Chilli usw. Wer also einem hitzigen Pferd zusätzlich noch getrockneten Ingwer füttert, darf sich über ein noch stärker umherspringendes Pferd freuen.

 

 

 

Temperaturverhalten von Kräutern nach TCM Ernährungslehre (innerlich)

 

kalt

neutral

warm

heiß

Ackerschachtelhalm

Artischocke

Alant

 

Birkenblätter

Brennessel

Anis

 

Eibisch

Baldrian

Beifuß

Chilli

Eukalyptus

Blutwurz (leicht kühl)

Brunnenkresse

 

Frauenmantel

Eisenkraut

Engelwurz

 

Gänsefingerkraut

Flohsamen

Fenchel

 

Goldrute

Gänseblümchen

Gelbwurz

 

Hohlzahn

Ginkgo

Ingwer frisch

Ingwer trocken

Holunder Blüten

Hafer

Kapuzinerkresse

Kampfer

Hopfen

Hagebutte (Schale)

Katzenkralle

Knoblauch

Isländisch Moos

Herzgespann

Kümmel

 

Klettenlabkraut

Kamille (leicht warm)

Lavendel (etwas warm)

 

Klettenwurzel

Leinsamen

Mariendistel Samen

Meerrettich Wurzel

Königskerze

Melisse (leicht warm)

Mönchspfeffer

 

Linden Blüten

 

 

 

Löwenzahn

 

 

 

Mädesüß

 

 

 

Purpursonnenhut

Salbei

Ringelblume

 

Stiefmütterchen

Schafgarbe

Rosmarin

 

Spitzwegerich

Schlüsselblume

Taigawurzel

Schwarzer Pfeffer

Weidenrinde

Süßholz (leicht kühl)

Thymian

 

Weißdorn

 

Weihrauch

 

Wegwarte

Wermut

Zimt Zweige

Zimt Rinde