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Artgerechte Pferdefütterung

Artgerechte Pferdefütterung

Warum es wichtig ist, Pferde artgerecht zu füttern

Jeden Tag berate ich liebe Kunden am Telefon, deren Pferde unter Stoffwechselerkrankungen (wie Hufrehe, EMS, PSSM), Verdauungsstörungen & Koliken, angelaufenen Beinen, Hautproblemen und Allergien leiden. Und jeden Tag erkläre ich den Zusammenhang zwischen nicht-artgerechter Fütterung und genau diesen gesundheitlichen Problemen. Diese Zusammenhänge zu erkennen und zu akzeptieren, fällt manchen Pferdefreunden schwer – bläut uns die Futtermittelindustrie doch seit Jahrzehnten etwas anderes ein. Es wird also Zeit, im Sinne des Pferdes, ein Zeichen zu setzen. Für mehr artgerechte Fütterung und für die Gesundheit dieser großartigen Wesen!

Das Wildpferd ist der Prototyp!

Seit etwa 20 Millionen Jahren lebt das Pferd auf dieser Erde – dessen Vorfahren waren sogar schon vor 50 Millionen hier. Die Zeit, die es mit uns Menschen verbracht hat, ist demgegenüber nicht länger als ein Wimpernschlag. Kein Wunder also, dass die Domestikation kaum Einfluss hatte auf die Verdauungsphysiologie des Pferdes. Unsere Pferde heute haben nach wie vor den gleichen Verdauungsapparat wie ihre freilebenden Vorfahren. Wenn wir Pferde also gesund erhalten wollen, müssen wir sie artgerecht ernähren. Und wie das geht, macht uns die Natur vor: Wir müssen uns nur ansehen, was auf dem Speiseplan des Wildpferdes stand (bevor der Mensch begann die Erde zu verändern und Pferde zu halten). Denn auf genau diesen Speiseplan hat die Natur den Verdauungsapparat des Pferdes abgestimmt. Logisch also, dass Nahrung, für die das Pferd nicht geschaffen wurde, Probleme bereitet. Große gesundheitliche Probleme. Die zwei häufigsten Todesursachen bei domestizierten Pferden (Kolik & Hufrehe) sind oft Folgen nicht-artgerechter Fütterung. Das sollte uns aufrütteln.

 

Der Verdauungsapparat des Pferdes: Ein Rohfaserspezialist

Das Wildpferd ernährt sich von sehr hartem, rohfaserreichem aber energiearmem Steppengras sowie von Wurzeln, Rinden und Kräutern. Alle diese Pflanzen enthalten viel Struktur und Fasern, die schwer aufzuschließen sind. Doch das Pferd hat sich in den Millionen Jahren seiner Entwicklung so sehr darauf spezialisiert, dass der gesamte Verdauungstrakt drauf abgestimmt ist: der kleine Magen mit seinen unterschiedlichen ph-Wert-Zonen, der relativ kurze Dünndarm, der sehr lange Dickdarm und seine spezifische Darmflora nebst neutralem ph-Wert-Niveau. Dieser Verdauungstrakt sieht ganz anders aus und funktioniert auch anders als z.B. bei uns Menschen, Hunden oder Katzen. Fleischfresser haben einen viel kürzeren Verdauungstrakt, Nährstoffe werden viel früher im System aufgeschlossen und aufgenommen. Warum? Weil Hunde und Katzen keine Nahrung zu sich nehmen, die so schwer aufzuschließen ist und so wenig Nährstoff enthält wie die des Pferdes. Wir und sie sind also für ganz andere Nahrung ausgelegt – es wäre demnach grob fahrlässig, unsere Ernährungsgewohnheiten aufs Pferd zu übertragen.

Daraus folgt:
Wenn Sie einem Tier, das für Schwer-Verdauliches konzipiert ist, Leicht-Verdauliches geben, gerät das gesamte System ins Wanken. Die ph-Werte verschieben sich, der Funktionsplan der einzelnen Abschnitte geht nicht mehr auf, die Darmflora wird aus dem Gleichgewicht gebracht. (Das Gleiche passiert übrigens auch umgekehrt, wenn Sie einem Tier, welches für Leicht-Verdauliches ausgelegt ist, schwer verdauliches Futter geben.)

Genauso gerät das ganze System in Schieflage, wenn Sie Futtermittel füttern, welche direkt das ph-Wert-System oder die Darmflora verschieben. Und all das geschieht durch folgende Futtermittel:

 

Nicht-artgerechte Futtermittel:

  1. Konzentrierte Futtermittel / Kraftfutter

Konzentrierte Futtermittel sind solche, die viel Energie auf wenig Rohfaser besitzen, also schnell verdaulich sind. Und genau da liegt das Problem. Denn wie oben beschrieben, ist der Verdauungsapparat des Pferdes auf eine langsame Verdauung ausgelegt: Nicht im Magen sondern erst im Darm wird ein Großteil der Nährstoffe durch Fermentation aufgeschlossen. Somit sind konzentrierte Futtermittel nicht-artgerecht. Die Folge:
Es entstehen Säuren, wo diese nicht hingehören. Diese verschieben den ph-Wert und belasten als Giftstoff den ganzen Organismus (Leber, Niere, Magen, Darm, Bindegewebe, Sehnen & Bänder, Gelenke, Haut, Lunge usw.). Außerdem wird hierdurch die Darmflora in Mitleidenschaft gezogen, denn im Darm muss ein ganz bestimmter ph-Wert vorherrschen, damit die positiven Mikroorganismen dort überleben können. (Die Mikroorganismen sind für den Fermentationsprozess und damit für den Aufschluss der Nährstoffe verantwortlich.) Sterben diese Mikroorganismen ab, treten an deren Stelle negative Bakterien, Pilze und Hefen. Die gesundheitlichen Folgen sind weitreichend (siehe unten).

Konzentrierte Futtermittel sind:

  • Getreide
    Besonders bedenklich sind Roggen und Weizen aufgrund des Klebereiweißes. Hirse gehört zu außerdem zu den schlecht verträglichen Getreidesorten für Pferde. Hafer und Gerste sind (richtig verarbeitet) bei gesunden Pferden nur dann einigermaßen vertretbar, wenn keine großen Mengen auf einmal gefüttert werden, und vorher immer Heu gefüttert wird.
  • Melasse
    Melasse ist reiner Zucker und in fast allen Müslisorten enthalten.
  • weitere zuckerhaltige Futtermittel
    wie Mais, Zuckerrübenschnitzel (auch in entmelassierten befindet sich noch 5 bis 16 % Zucker!), Bananen, Johannisbrot etc.
  • proteinreiche Futtermittel
    wie Luzerne, Klee, Erbsen, Bierhefe mit Biertreber und Soja
  1. Heulage / Silage

Silierte Produkte wie Heulage oder Silage sind grundsätzlich ungeeignet für die Pferdefütterung. Denn sie enthalten Milchsäurebakterien (egal wie trocken das Endprodukt ist!), welche das Darmmilieu eklatant verschieben. Dünn- und Dickdarm werden angesäuert. Durch die Fütterung von Heulage oder Silage verlieren Pferde die Fähigkeit Zellulose zu verdauen. In der Folge leiden Pferde unter Energiemangel, obwohl Heulage/Silage im Ausgangszustand mehr Energie haben als Heu.

 

  1. Pektinhaltige Futtermittel

Sind zwar gut für den Magen (manche Magenschutz-Produkte basieren auf Pektinen), richten aber Schäden im Darm bzw. Stoffwechselbelastungen an. Pektine sind enthalten in Zuckerrübenschnitzeln, Rote Beete, Apfeltrester etc.

  1. „Fette Kuhweiden“

Fruktanarme Gräser wie Wiesenlieschgras und Rotschwingel sind auf vielen Pferdeweiden kaum mehr zu sehen. Stattdessen wird vielerorts das fruktanreiche Weidelgras gesät. Außerdem variiert der Fruktangehalt je nach Witterung und Wuchshöhe. Je mehr das Gras „unter Stress gerät“ desto mehr Fruktan schießt ein: also bei kalten Nächsten und sonnigen Tagen, bei langen Dürreperioden und wenn die Weide sehr kurz abgefressen ist.
Keine Fresspausen über 4 Stunden

Da der Verdauungstrakt des Pferdes auf nahezu pausenlose Nahrungsaufnahme eingerichtet ist, produziert der Magen ständig Magensäure. Diese wird durch den Speichel beim Kauen und durch das (richtige) Futter gepuffert, sodass sie keinen Schaden anrichten kann. Wird nicht gefressen, wird der Magen „saurer und saurer“. Sind die Futterpausen dann zu lang, beginnt die Magensäure die Magenschleimhäute anzugreifen.

 

Was nicht-artgerechte Futtermittel anrichten können:

Nicht-artgerechte Futtermittel verursachen Verdauungsstörungen bis hin zur völligen Einstellung der Verdauungstätigkeit (Koliken). Die Folgen dieser Störungen im Verdauungstrakt sind weitreichend: die Nährstoffaufnahme ist vermindert (es entstehen Mangelerscheinungen), Gastritis und Magengeschwüre werden ausgelöst, ebenso wie Darmschleimhautentzündungen, Kotwasser, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung, Stoffwechselerkrankungen wie Hufrehe, EMS, PSSM, Folgeerkrankungen wie Allergien (Sommerekzem, Pollenallergie, Stauballergie, Futtermittelunverträglichkeiten), aber auch Probleme mit Sehnen, Bändern und Gelenken, angelaufene Beine, Gallen, Strahlfäule sowie Bindegewebsschwächen und Hautprobleme wie Ekzeme und Mauke – je nach Schwachstelle des Pferdes.

Das Problem ist, dass der Körper lange kompensiert – zu lange, um die Zusammenhänge für den Menschen einfach erkennbar zu machen. Lange versucht der Pferdeorganismus, mit den Giftstoffen klar zu kommen, indem er bestimmte Umwege in Kauf nimmt und Mechanismen entwickelt. Der Spruch „Aber das ist doch jahrelang kein Problem gewesen – warum sollte es jetzt eins sein?“ ist also völliger Unfug. Denn ein Problem ist es immer. Nur irgendwann kann der Körper nicht mehr kompensieren – und dann brechen Krankheiten aus.

Der Beweis ist die langsame Besserung der Symptome nach einer Futterumstellung.

 

Was sind die Alternativen?

zur Kuhweide:

Die meisten Pferdehalter haben auf die Weiden kaum Einfluss – wobei manche fortschrittliche Pferdeställe inzwischen schon extra karges „Steppengras“ ansähen (sehr vorbildlich!). Darüber hinaus lässt sich nur Einfluss nehmen in Hinsicht auf die Fressdauer bzw. –menge (Fressbremse) und vor allem die Weidezeiten. Da das Grasen an sich für Pferde äußerst artgerecht und in Sachen Prophylaxe vor Verhaltensproblemen kaum zu ersetzen ist, müssen die meisten von uns in diesem Fall einfach Kompromisse eingehen. In Sachen Kräutervielfalt müssen Kräuter meist zugefüttert werden, da viele der typischen „Kuhweiden“ ein Armutszeugnis in Sachen Pflanzenvielfalt sind.

zu konzentrierten Futtermitteln wie Getreide & Co.:

Aber in Hinsicht auf konzentrierte Futtermittel müssen wir keine Kompromisse eingehen. Wer etwas zum Untermischen von Kräutern, Mineralfutter oder Medikamenten benötigt, kann z.B. proteinarme Heucobs nehmen (oder ein zucker- und stärkereduziertes, getreidefreies Müsli ohne Melasse). Wer mehr Energie zuführen muss, z.B. bei alten, schwerfuttrigen oder kranken Pferden kann dies auch durch gute Pflanzenöle wie z.B. Leinöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl (am besten die Tagesportion auf das Heu sprühen) sowie durch Algen (Spirulina) und stärkende, nährstoffreiche Pflanzen wie Moringa, Taigawurzel etc. erreichen.

Ich weiß, viele von Ihnen denken nun: „Aber mein Pferd wird doch geritten, der muss doch arbeiten, dann hat er nicht mehr genug Energie!“ Lassen Sie mich drei Argumente dagegen anführen:

  1. Denken Sie an die freie Natur: 16 Stunden am Tag laufen, dazwischen mal im Renngalopp vor einem Raubtier flüchten, oft in Hab-Acht-Stellung sein, Fohlen erziehen und beaufsichtigen, Herdenstruktur pflegen… Glauben Sie wirklich, dass Ihr Pferd so viel arbeitet? In freier Natur gibt es kein Getreide, keine konzentrierten Futtermittel, im Gegenteil: die Pferde leben in kargen Landschaften, dennoch schaffen sie Höchstleistungen wie z.B. ein Fohlen zu gebären und zu säugen oder einem Raubtier zu entkommen.
  2. Wenn der Stoffwechsel Ihres Pferdes wieder in Schwung kommt und nicht mehr mit so vielen Giftstoffen zu tun hat, also entlastet ist, meinen Sie nicht, dass genau das Ihr Pferd fitter machen wird als bisher?
  3. Konzentrierte Futtermittel wurden erfunden, als Pferde noch als Arbeitstiere eingesetzt wurden. Sie mussten genauso wie in freier Natur den ganzen Tag gehen, aber zusätzlich mussten Sie noch sehr schwer schleppen. Ist diese harte Arbeit von morgens früh bis abends spät mit dem Leben Ihres Pferdes vergleichbar?

Alternativen zu pektinhaltigen Futtermitteln:

Wertvoll für den Magen sind vor allem Kräuter (abheilende, schleimbildende und magensäurepuffernde) – zumal die meisten Kräuter sowieso basisch wirken. Und natürlich einen 24-Stunden-Zugang zu Heu, denn jede Kaubewegung bringt basischen Speichel in den Magen.

 

Alternativen zu Heulage/Silage:

Die Alternative zu siliertem Raufutter ist logischerweise Unsiliertes, also Heu oder karge Weide. Da Pferde auch im Stall keine Fresspausen über 4 Stunden haben sollen (siehe oben) und bei geringer oder keiner Kraftfutteraufnahme eh mehr Heu benötigen, ist darauf zu achten, dass Pferde 24 Stunden Zugang zu Heu haben. (Wer dabei zu dick zu werden droht, sollte dieses in engmaschigen Heunetzen oder Raufen bekommen.)

 

Mein Fazit:

Ich habe schon so viele Kolik-Pferde erlebt, die nach einer Futterumstellung auf artgerechtes Futter nie wieder eine Kolik hatten (eines meiner eigenen Pferde eingeschlossen, denn auch ich habe früher gefüttert, was „man“ nun einmal traditionell füttert). Ich habe schon so oft von Kunden gehört, denen ich empfohlen hatte von Heulage auf Heu zu wechseln, dass sich chronische, mehrjährige Leiden für immer aus dem Staub machten, die zuvor als untherapierbar galten. Und so viele Hufrehepatienten sind heute nur noch am Leben, weil ihr Mensch in Sachen Fütterung die Reißleine gezogen hat.

Auf der anderen Seite lese, sehe und höre ich die Werbebotschaften der Futtermittelindustrie – und ich verstehe, dass es schwer ist, diesen nicht zu glauben. Darum appelliere ich an Sie, im Sinne Ihres Pferdes (und damit auch im eigenen Interesse): Seien Sie kritisch, bilden Sie sich weiter und glauben Sie nicht alles, was Ihnen Interessenverbände oder Konzerne weiß machen wollen. Überlegen Sie immer, was die davon haben, und wie gut informiert diese sind.

All Ihre Fragen werden am leichtesten beantworten, wenn Sie sich die freie Natur ansehen: 50 bis 20 Millionen Jahre Evolution können nicht irren! Informieren Sie sich, wie Wildpferde leben und was sie fressen – und Sie wissen ganz genau, was Ihrem Pferd nützt und was Ihm schadet. Ganz einfach!

Wenn Sie ganz genau wissen wollen, was im Verdauungsapparat mit den verschiedenen Futtermitteln passiert, empfehle ich Ihnen das Buch “Pferde fit füttern“ von Dr. Christina Fritz.

 

Aus Liebe und Verantwortung zum Pferd,

 

Ihre Herdis Hiller

Leinsamen: Das Problem mit der Blausäure

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