Fünf Gewürze, Kräuter und Pflanzen für die Weihnachtszeit und Winterzeit

Fünf Gewürze, Kräuter und Pflanzen für die Weihnachtszeit und Winterzeit

Sie gehören einfach zum Winter dazu: Gewürze machen Plätzchen erst richtig fein und sorgen im Tee für einen wärmend-würzigen Geschmack. Hier stellen wir euch fünf Pflanzen vor, die einfach nicht wegzudenken sind aus der Weihnachts- und Winterzeit.

Zimt

Na klar – Zimt ist DAS Weihnachtsgewürz ☺. Und eines der ältesten Gewürze überhaupt – die Rinde des Zimtbaums wurde in Asien wohl schon vor 4000 Jahren benutzt, um Speisen aufzupeppen. In vielen alten Kulturen war Zimt außerdem ein besonders erlesenes Räucherwerk und Zutat für kultische Handlungen. Die alten Ägypter benutzten ihn z. B. zum Einbalsamieren von Mumien. Weil Zimt so selten war, rankten sich um seine Herkunft viele Legenden: So berichtete man in der Antike von riesigen, wehrhaften Zimtvögeln, die tief im Osten aus der Zimtrinde ihre Nester bauten. Anderswo hieß es, Zimt wachse in den Wassern eines magischen Sees. Noch im Mittelalter war Zimt ein echtes Luxusgut; als Gewürz war er deshalb meist den großen Festtagen vorbehalten und wurde gern zu Weihnachten verwendet. Mit seinen warmen, süßen und ein wenig holzigen Geschmacksnuancen passt Zimt perfekt in die kalte Winterzeit – darum steckt er z. B. auch in unserer Sinnliche Zeit-Teemischung

Kardamom

Zitronig-frisch und süßlich-scharf: Der intensive Geschmack von Kardamom ist unverwechselbar und heizt uns an kalten Tagen so richtig schön ein. Kein Wunder, dass Kardamom häufig in Punsch oder Glühwein zu finden ist. Kardamom stammt aus Indien und ist mit dem Ingwer verwandt – bei ihm wird aber nicht die Wurzel verwendet, sondern die Frucht. Schon 3000 v. Chr. war Kardamom im Zweistromland bekannt. Seine Samen galten als stärkend für Magen und Verdauung. Allerdings war Kardamom lange Zeit so teuer, dass die wenigsten Menschen ihn sich leisten konnten. In Arabien ist Kardamom eine beliebte Kaffeezutat – wir haben ihn mit seiner feurigen Würze für unseren Warm & Wohlig Tee ausgewählt.

Gewürznelke

Die Knospe des Gewürznelkenbaums ist aus unserer Weihnachtsbäckerei gar nicht wegzudenken. Ihre Form erinnert an einen kleinen Nagel – vom mittelhochdeutschen negelein kommt auch ihr Name, den sie später an ihre Blumenschwester weitergegeben hat. Ursprünglich kommt die Gewürznelke von den Gewürzinseln, den Molukken. Dort wird sie allerdings lieber in Zigaretten geraucht als zum Würzen verwendet.
In Europa ist die Nelke wohl seit dem frühen Mittelalter bekannt – in China und Indien aber bereits 300 v. Chr. Im alten China durften die Höflinge sich nur mit einer Nelke im Mund dem Kaiser nähern, damit sie keinen Mundgeruch hatten. Auch jenseits des kaiserlichen Hofs ist die Nelke mit ihrem feurig-intensiven Geschmack ein echtes Aufwach-Erlebnis für den Gaumen – und deshalb auch eine Zutat unseres Warm & Wohlig Tees.

Ingwer

Mit seiner fruchtigen Schärfe verfeinert Ingwer Lebkuchen, Spekulatius und andere Plätzchen – vor allem in England und in Skandinavien ist Ingwerwurzel als Weihnachtsgewürz beliebt. Dabei ist die Ingwerpflanze selbst ein Kind der Tropen. Ihre genaue Herkunft liegt allerdings im Dunkeln – Wildpflanzen gibt es nicht mehr. Im Mittelalter war Ingwer ein echtes Luxusgut: Ein Pfund kostete etwa so viel wie ein Schaf. Für den nasskalten Winter ist die Knolle richtig passend, denn neben ihrem tollen Aroma stärkt sie auch noch die Abwehrkräfte. Damit ist sie eine doppelt großartige Zutat für unseren Schietwetter Tee.

Weihrauch

Ein Gewürz ist Weihrauch nicht, zur Weihnachtszeit gehört er aber trotzdem ☺ Sein Name ist Programm – Weihrauch kommt nämlich aus dem Althochdeutschen und bedeutet soviel wie „heiliges Räucherwerk“. Als Zutat für Kulthandlungen war Weihrauch in den unterschiedlichsten Religionen beliebt, zum Beispiel in Kanaan und im alten Ägypten. In alten Zeiten war er so teuer und bedeutsam, das er einer der ältesten und wichtigsten Handelsrouten der Welt ihren Namen gab: Der Weihrauchstraße, welche von Südarabien ans Mittelmeer führte. Das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes zählt zu den Geschenken der Heiligen Drei Könige. Und auch sonst gehört Weihrauch in das Brauchtum der dunklen Jahreszeit, besonders in die Rauhnächte – die beginnen rund um Weihnachten und verbinden das alte Jahr mit dem neuen. In dieser Zeit wird seit alters her mit Kräutern und Harzen geräuchert, um Haus und Hof zu reinigen, zu schützen und zu segnen. Weihrauch hat als Räucherstoff reinigende und stimmungsaufhellende Qualitäten – genau richtig für die dunklen Rauhnächte. Er ist damit auch eine wichtige Zutat unserer Räuchermischung „Reinigung“.