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Fohlen absetzen: Kräuter für die Stute

Unter Wildpferden geschieht die Ablösung des Jungpferdes von der Mutter sehr langsam und natürlich – und oftmals sehr viel später als es bei uns Menschen Tradition ist. Wildpferde können sich so langsam an die Umstellung gewöhnen, sowohl die Stute als auch das Jungpferd, sowohl körperlich als auch psychisch. Domestizierte Pferde werden oftmals regelrecht nach 6 Monaten auseinander gerissen. Keiner von beiden ist darauf eingestellt. Die Mutter steht noch voll im Milchfluss, das Fohlen hatte noch gar keine Chance sich von alleine von der Mutter zu entfernen. Die Ernährung mit Kräutern kann gerade in dieser Phase das Wohlbefinden der Tiere unterstützen und die naturgegebenen Funktionen stärken.

Wir können der Mutter Kräuter füttern, welche die natürliche Balance des Hormonsystems, des Milchflusses und der Nerven stärken.

Agnus castus: Der Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer stärkt das natürlich vorhandene hormonelle Gleichgewicht – denn die Natur strebt immer nach Balance, Harmonie und Ausgleich. So kann er ein gutes Zusatzfutter für die Stute nach dem Absetzen sein. Da dieser Pfeffer wie alle Pfeffersorten etwas scharf ist, sollte man diesen am besten als Pulver verfüttern und unter eine größere Menge Grundfutter (wie zB Heucobs) mischen und mit einer Prise langsam anfüttern und angewöhnen. Für die Magensensiblen bietet sich die Kombination mit Kamille an, die zusätzlich auch noch die Nerven stärkt – passt also super.

 

Alchemilla: Der Frauenmantel

Wie der Name schon sagt ist der Frauenmantel eine wunderbare Pflanze für die tierische Damenwelt. Ich würde dieses Kraut darum immer dann füttern, wenn die Weiblichkeit eine natürliche Stärkung haben darf.

 

Pfefferminze, Salbei, Hopfen und Walnussblätter

Diese 4 Kräuter stärken die naturgegebene Fähigkeit des Körpers, den Milchfluss zu regulieren und können darum sofort nach Absetzen des Fohlens als Sud gefüttert werden. Zusätzlich kühlt die Pfefferminze erhitzte Gemüter, stärkt die natürliche Funktion des Körpers sich zu entspannen.

Hier gehts zur Erstellung einer individuellen Mischung.

 

Baldrian?

Manchen Stuten sind wirklich sehr aufgelöst und möchten sich gar nicht mehr beruhigen. Baldrian kann sie wieder an die naturgegebene Nervenstärke und Fähigkeit zur Entspannung erinnern. Baldrian würde ich 3 Wochen vor dem Absetzen bereits zufüttern und im Anschluss dann noch einige Wochen länger.

 

Unterstützung bei der Trauerarbeit

Wenn Stute und Fohlen sich so plötzlich verlieren, entsteht immer und ganz automatisch Trauer – auf beiden Seiten. Und natürlich möchten wir nicht, dass unsere liebsten Vierbeiner traurig sind. Darum können wir Ihnen ein bisschen Sonne füttern mit Kräutern wie den Lichtblick Kräutern zum Beispiel und Bachblüten (wie zum Beispiel Walnut, Mimulus, Five Flowers, Mustard und Honeysuckle). Außerdem können wir den Duft ätherischer Öle nutzen (zB mit MandarineZitroneBasilikum), um Licht in den Stall zu bringen.

Bevor Sie ätherische Öle am und um das Pferd verwenden, testen Sie diese aber bitte. Denn niemand steht gerne in einer Duftwolke, die er nicht mag. Dafür halten Sie das kleine Fläschchen mit den ätherischen Ölen einfach unter die Nüstern des Pferdes. Wenn es versucht daran zu naschen, dann ist es genau der richtige Duft. Wenn es den Kopf abwendet, sollte dieses Öl nicht verwendet werden.
Nach dem Testen können Sie ein paar Tropfen der Öle auf einen Stofffetzen träufeln, den Sie in den Stall hängen. Oder Sie geben etwas auf das Buggelenk / die Brust des Pferdes.