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Baldrian: Ein Pflanzenporträt

Baldrian passt sehr gut zu uns modernen Menschen. Schließlich sind wir immer gestresst, hektisch und nervös und es fällt uns sehr schwer im Hier und Jetzt zu sein, innerlich ruhig zu werden. Doch auch unsere Tiere sind gestresst. Kein Wunder: sie sind umgeben von hektischen Menschen, Autobahnen, Flugzeugen, riesigen landwirtschaftlichen Maschinen, Lichtsmog usw. Und auch Besuche von Behandeln wie dem Schmied, dem Hundefriseur, dem Staubsauger usw. tragen nicht gerade zur Gelassenheit bei. Hinzu kommen natürlich all die natürlichen Faktoren, die unsere Tiere aus der inneren Balance werfen können wie die Rosse oder die Läufigkeit, die individuell stark ausgeprägte Nervenstärke, die erworbene Fähigkeit zur Resilienz, die Sozialverträglichkeit usw.

Baldrian: Valeriana officinalis

Die naturgegebene Nervenstärke zu unterstützen, machen viele Pflanzen, z.B. Lavendel, Passionsblume, Kamille, Melisse. Die Baldrianwurzel ist unter all diesen aber die kompetenteste. Schon seit Urzeiten verzehren Menschen Baldrian. Nicht immer sehr gerne, schließlich gaben sie dem Kraut einst den Namen „Stinkwurz“, aber mit wachsender Begeisterung.  Denn man glaubte, dass der Gestank auch die bösen Geister abhalten würde. Und früher stank man lieber als dass man sich mit unheimlichen Wesen auseinander setzte. Auch Pferde und Hunde finden den Geruch nicht sonderlich schön, lassen sich aber nach einer Phase des vorsichtigen Anfütterns (beginnend mit einer Prise) durchaus überzeugen.

Katzen würden den Namen „Stinkwurz“ übrigens nicht unterschreiben. Sie stehen nämlich total auf den Geruch der Baldrianwurzel. Allerdings nur, weil dieser den Sexual-Lockstoffen der Katzen ähnelt. Dennoch sollten Sie Ihrer Katze niemals etwas vom Baldrian zu fressen geben! Denn dieser ist für Katzen absolut unverträglich.

 

Baldrian für Hunde & Pferde

Das hervorragende Nervenfutter Baldrian ist eine schöne Zufütterungsmöglichkeit für Pferde und Hunde. Die Inhaltsstoffe des Baldrians werden allerdings erst nach und nach vom Körper aufgenommen – man sollte mindestens 2 Wochen für diese Startphase rechnen. Wenn Sie diesen allerdings mit Hopfen kombinieren, der wesentlich schneller in die Gänge kommt, können Sie die Startphase etwas ausgleichen.

Da der Geruch ja aber etwas gewöhnungsbedürftig ist, wie wir bereits festgestellt haben, sollte der Baldrian mit einer winzigen Menge abgefüttert werden (diese Anfütterungsphase muss auf die Startphase der 2 Wochen noch hinzugerechnet werden.) Und wenn ich „eine Prise“ sage, dann meine ich auch eine Prise 😉 Selbst beim Pferd. Zumindest bei den sehr wählerischen Pferden. Sicher ist sicher. Denn wenn Sie gleich mit der vollen Ladung kommen, kann es sein, dass Sie Ihr Tier so verschreckt haben, dass es nie wieder Baldrian fressen wird. Und das wäre ja schade, oder?

 

Die Portionierung der Baldrianwurzel bei Hunden & Pferden:

Pferden sollten Sie nach der Angewöhnungsphase etwa 25 bis 50 g pro Tag füttern. Hunden geben Sie je nach Körpergewicht zwischen einem und 5 g pro Tag. Wer letztendlich wie viel genau haben möchte, ist sehr individuell. Schauen Sie einfach, was Ihr Tier Ihnen zeigt.

 

Kein Baldrian für Katzen

Wie bereits erwähnt vertragen Katzen Baldrian überhaupt nicht. Das liegt an der erheblichen Menge ätherischer Öle, die in der Baldrianwurzel enthalten sind. Und Katzen können aufgrund ihrer Glucoronidierungsschwäche keine ätherischen Öle abbauen – diese reichern sich dann in der Leber an und vergiften das Tier.