Kräuter-Futter beim Sommerekzem Ihres Pferdes

Sommerekzem mit Pflanzen begegnen

Aufgrund der großen Nachfrage, vor allem in der warmen Jahreszeit, haben wir ein Konzept entwickelt, dass ganz individuell auf Sommerekzemer zugeschnitten ist - für außen und innen:

  • Innerlich beim Somemrekzem
    Haut Kräuter No. 5
    Haut- und Stoffwechsel Öl innerlich
  • Äußerlich beim Sommerekzem
    Haut Pflege Öl No. 2
    Plagegeister Spray zur Abwehr der Kriebelmücken

Wir verwenden Kräuter in Arzneibuch-Qualität!

Sommerekzem

Das Sommerekzem ist neben Arthrose & Koliken einer der Krankheits-Dauerbrenner bei Pferden. Oftmals ebenso chronisch, ebenso belastend für Mensch und Tier und ebenso schwer zu behandeln. Meist hilft nur eine ganzheitliche Behandlung, um wirklich allen Komponenten gerecht zu werden:

Aktivierung des Stoffwechsels und Ausleitung von Giften und Schlacken über die Entgiftungsorgane (anstatt über die Haut), Regelung des Säure-Basen-Haushaltes (hierzu sind Kräuter immer geeignet, aber auch eine artgerechte Ernährung), Verminderung der Hauttrockenheit und Verbesserung des Hautschutzmantels gegen äußere Einflüsse und Minderung von Entzündungen und Juckreiz usw.

Wir haben für jeden Ansatzpunkt, für jeden Baustein der Hautgesundheit ein natürliches Produkt entwickelt - alle ohne chemische Zusätze, die gerade Hautgeplagte oftmals nicht vertragen. Darüberhinaus sollte die Ernährung unter die Lupe genommen werden. Beim Sommerekzem sollte zusätzlich auf einen guten Mückenschutz geachtet werden. (Achtung: viele Anti-Mücken-Sprays können hautreizend sein! Genau das Verkehrte für einen Allergiker wie ein am Sommerekzem leidendes Pferd oder Pony. )

Da das Sommerekzem eine Allergie ist, sind auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bzw. naturheilkundeliche Erfahrungen wichtig. Im Folgenden finden Sie eine kurze Auflistung einiger Natursubstanzen, die sich als hilfreich erwiesen haben:

1.) Vitamin C, Zink, Magnesium & Calcium
Neben Zink, Mangnesium und Calcium ist vor allem das Vitamin C ein unheimlicher wichtiger Faktor bei Allergien, da es den Abbau von Histamin fördert. (Histamin ist an der Abwehr körperfremder Stoffe im Organismus beteiligt und vor allem an der Bildung von Symtomen von Allergien.) Bei der Zufütterung von Vitamin C sollte auf synthetische Präparate (Ascorbinsäure) und Zitrusfrüchte verzichtet werden. Statt dessen sind Vitamin-C-reiche Früchte wie Hagebutten oder Sanddornfruchtfleischöl die weit verträglichere Alternative.

2.) Nachtkerzenöl
Nachtkerzenöl besitzt einen großen Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren, welche entzündliche Prozesse positiv beeinflussen und lindert den Juckreiz. 

3.) Schwarzkümmelöl
Auch das Schwarzkümmelöl enthält Gamma-Linolsäuren und besitzt dadurch entzündungshemmende Eigenschaften. Darüber hinaus ist das Schwarzkümmelöl reich an besonders bei Allergien wichtigen Nährstoffen wie Vitamin C, B-Vitaminen, Magnesium und Zink.

4.) Eichenrinden-Tinktur
Die Eiche steht in sumpfigen Gebieten, manchmal direkt im Wasser, ohne dass Ihr Stamm zu faulen beginnt. Das ist einzigartig und nur möglich, weil die Rinde einen hohen Anteil an Calcium hat. Die Eichenrinde hat also einen guten Weg gefunden, sich gegen äußere Einflüsse abzugrenzen. Darum hilft sie auch Allergikern, deren Krankheitsbild ja ein Abgrenzungsproblem ist. Da Eichenrinde pur leicht giftig ist, empfehlen wir verdünnte Tinkturen z.B. von Weleda (Quercus robur Urtinktur).

5.) Stiefmütterchenkraut
Das Stiefmütterchenkraut wirkt cortisonähnlich. Außerdem soll es den Stoffwechsel umstimmen und aktivieren. Es wird darum von Naturheilklundlern gern im Sommer angewand, um die Allergieerscheinungen abzumildern und im Winter, um den Organismus umzustimmen.

 

Sommerekzem beim Pferd vorbeugen

Wenn wir darüber nachdenken, wie wir dem Sommerekzem vorbeugen können, dann sind wir schon sehr nah an einer ganzheitlichen Denkweise mit dem Versuch, das arme Pferd oder Pony langfristig vom Sommerekzem zu befreien. Ob dies überhaupt möglich ist, hängt von vielen Faktoren ab. (Dazu später mehr).

Wenn wir dem Sommerekzem vorbeugen wollen bzw. an eine ganzheitliche Behandlung denken, dann müssen wir folgende Faktoren, die alle einen Einfluss auf das Sommerekzem haben, berücksichtigen:

  1. Stoffwechselsituation
  2. Nährstoffversorgung
  3. Immunsystem & Darm
  4. Haltung & Fütterung

Langfristig müssen diese 4 Punkte harmonisiert werden, um sowohl dem Sommerekzem vorbeugen zu können (z.B. im Winter) als auch langfristig die überspringenden Reaktionen des Organismus zu normalisieren.

Sommerekzem vorbeugen bzw. langfristig behandeln bedeutet also:

  • Regelmäßiges Entgiften und Stoffwechsel aktivieren
  • Eine gute Nährstoffversorgung gewährleisten
  • Regelmäßig das Immunsystem anstoßen, sich selbst zu regulieren, und den Darm sanieren
  • Auf eine artgerechte Haltung & Fütterung (und eine deutlich Reduktion an Schadstoffen) achten

Entgiften und den Stoffwechsel aktivieren können Sie sehr gut mit Kräutern & Pflanzen. Hierbei sollten allerdings alle Entgiftungsorgane angesprochen werden und nicht nur Leber und Niere.

Eine gute Nährstoffversorgung erreichen Sie durch Fütterung von sehr guten Rohstoffen oder durch Zugabe eines hochwertigen Präparats ohne Füll-, Konservierungs- und Zusatzstoffe. Besonders auf die Versorgung mit Zink, Vitamin C, Calcium und Magnesium ist beim Sommerekzem zu achten! Außerdem sollte unbedingt ein Selenmangel ausgeschlossen werden, da Selen für das Immunsystem elementar ist und sich ein Selenmangel bei selenarmen Böden schnell einschleichen kann. (Also vorsichtshalber Blutbild machen lassen!)

Das Immunsystem sollte bei Allergien mit akuten Symptomen niemals noch zusätzlich stimuliert werden. Also geben Sie lieber nicht Pflanzen wie Echinacea (Purpursonnenhut). Viel besser ist langfristig, zum Vorbeugen und behandeln, Schwarzkümmelöl und Vitamin C z.B. aus Hagebutten. Schwarzkümmelöl normalisiert das Immunsystem anstatt es noch mehr anzuheizen.

Da das Immunsystem wesentlich vom Darm beeinflusst wird, sind auch regelmäßige Darmsanierungen wichtig. Bitte nehmen Sie hierfür niemals Bierhefe, da diese den Harnsäurepegel ansteigen lässt, was bei Allergien mehr als ungünstig ist.

Um den Darm gesund zu halten, ist eine möglichst artgerechte Fütterung außerdem wichtig.

Fütterung beim Sommerekzem

Artgerecht bedeutet bei Pferden immer: rohfaserreich, aber energiearm. Außerdem basisch. Daraus folgt: Heu-Fütterung (am besten aus engmaschigen Heunetzen), keine Futterpausen über 4 Stunden, kein Getreide und keine zuckerhaltigen Futtermittel, keine proteinreichen Zusätze wie Bierhefe.

 

Sommerekzem Behandlung der akuten Symptome & Hausmittel

Im Akutfall müssen Sie natürlich zu den zuerst genannten Maßnahmen noch weitere ergreifen. In erster Linie geht es ja darum, den Juckreiz zu lindern, die Mücken fern zu halten und die Haut zu heilen. Weiterhin können bestimmte Stoffe, das Immunsystem etwas besänftigen.

Den Juckreiz lindern können Sie mit einem selbst hergestellten Tee: Hierzu nehmen Sie einfach Ackerschachtelhalm, Pfefferminze und Walnussblätter. Gießen diese auf wie bei einem sehr starken Tee und lassen diesen so lange ziehen, bis er abgekühlt ist. Dann geben Sie die Flüssigkeit in eine Sprühflasche und sprühen Mähnenkamm, Schweifrübe und evtl. Bauch damit ein.
Zusätzlich können Sie reines Aloe vera Gel auftragen.
Hausmittel wir Obstessig mit ein paar Tropfen ätherischem Menthol- und Lavendelöl sind auch einen Versuch wert. Ebenso wie pulverisierte Himbeerblätter.

Da der Juckreiz beim Sommerekzem sehr quälend ist, empfehlen wir auch zusätzlich nervenberuhigende Kräuter wie Hopfen innerlich.

Die Haut pflegen können Sie mit hochwertigen Ölen wie Nachtkerzenöl oder Lebertranöl.

Um die Mücken fern zu halten, bietet sich je nach Mückenmenge eine Kombination aus mehreren Maßnahmen an: Ekzemerdecke und/oder Mückensprays sowie Knoblauch und Lavendel von innen. Wir wissen, dass viele Pferdehalter von Sommerekzem-Pferden maßlos enttäuscht sind von Mückensprays und suchen ein Spray, das „wirklich wirkt!“. Es liegt aber leider in der Natur der Sache, dass es nichts gibt, das dauerhaft wirkt: Ein Spray funktioniert immer durch Überdecken des Körpergeruchs. Sobald die Duftstoffe verweht sind, es regnet oder das Pferd schwitzt, ist es mit der Wirkung vorbei. Es gibt also kein Spray, das mehr kann. Darum empfehlen wir Ihnen die zusätzliche Ausdunstung von innen (Knoblauch, Lavendel) und eine Ekzemer-Decke.

Das Immunsystem „besänftigen“ können Sie entweder mit Cortison (Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen) oder mit Stiefmütterchenkraut, Schwarzkümmelöl, Vitamin C und Calcium.

 

Sommerekzem beim Pferd:  Was hilft wirklich?

Viele Pferdehalter mit Sommerekzem-Pferden haben irgendwann alles ausprobiert und fragen sich: „Was hilft wirklich gegen das Sommerekzem?“

Ist eine Heilung des Sommerekzems möglich?

Von uns bekommen Sie auf diese Frage nun eine ehrliche Antwort, denn Ehrlichkeit ist uns ebenso wichtig wie Tieren zu helfen. Diese ehrliche Antwort ist aber nicht bequem:

Wenn Sie mit „Was hilft wirklich“ eine Heilung meinen, dann hilft nur Zeit, Wissen und eine Veränderung des Stoffwechsels. Eine kurzfristige Lösung gibt es nicht. (Und dazu zähle ich auch nicht Cortison, weil dies zwar die Symptome kurzfristig beseitigt, aber keine „Lösung“ ist und zudem auch noch erhebliche Nebenwirkungen haben kann wie z.B. Hufrehe). Denn das Sommerekzem ist eine Allergie. Und Allergien „heilen“ nicht von einen Sommer auf den nächsten. Wenn überhaupt sind Jahre nötig, um den Organismus umzustimmen und das Immunsystem zu harmonisieren.  Und es kann sein, dass Ihr Pferd dieses Sommerekzem nie wieder loswird – darüber müssen Sie sich klar sein.

Das, was Sie kurzfristig machen können, ist, Ihr Pferd oder Pony von den Allergieauslösern so weit wie möglich fern zu halten und die Symptome fürs Pferd erträglich zu machen. Langfristig dienen die oben genannten Methoden dazu, die Situation von Jahr zu Jahr etwas besser zu machen. Aber um das zu erreichen, muss man wirklich konsequent sein und immer am Ball bleiben (auch im Winter).