Bei EMS & Übergewicht unterstützende Kräuter

Wenn Ihr Pferd am metabolischen Syndrom leidet, schnell gegensteuern

Unsere „Stoffwechsel Kräuter No. 3“ bei EMS & Übergewicht unterstützen:

  • den Stoffwechsel
  • die Ausleitung und Entgiftung
  • die Gewichtsreduktion
  • die Diabetes-Prophylaxe
  • die Hufrehe-Prophylaxe

Ist die Hufrehe bereits ausgebrochen, verwenden Sie bitte erst die „Huf Kräuter No. 2“.

Wir verwenden Kräuter in hoher Krauterie-Qualität!

EMS & Übergewicht

Welche Kräuter beim Metabolischen Syndrom und bei Übergewicht des Pferdes?
Bei EMS-Pferden und bei allen übergewichtigen Pferden muss neben einer Futter- und Haltungsumstellung (siehe unten) vor allem der Stoffwechsel aktiviert werden. Dies können Sie mit unseren "Stoffwechsel Kräutern" erreichen. Wenn das EMS bereits fortgeschritten ist, sollten Sie zu den "Stoffwechsel Kräutern No. 3" wechseln, die sich mehr auf den Insulinhaushalt konzentrieren und evtl.prophylaktisch etwas wegen die Hufrehe-Gefahr unternehmen: Hierzu bieten wir Ihnen unsere "Huf Kräuter" an. Und zur allgemeinen Stärkung des ganzen, geschwächten Organismus empfehlen wir Ihnen zwischendurch die Gabe unserer "Abwehr Kräuter". 

Das Metabolische Syndrom beim Pferd
Das Metabolische Syndrom beim Pferd (Equines Metabolisches Syndrom, EMS) ist eine Stoffwechselstörung, die in einer Insulinresistenz, Typ 2 Diabetes, Herzversagen und Hufrehe gipfeln kann. Sie entsteht ausschließlich durch ein Überangebot an hochkalorischem Futter in Kombination mit geringer Bewegung. Aus diesen Gründen entgleist der Stoffwechsel und die Zellen sind nicht mehr in der Lage Insulin aufzunehmen (die Zellen werden resistent). Die bei EMS typischen Fettdepots* produzieren aktiv Hormone, welche das Problem verschlimmern. Alles zusammen führt zu einer vermehrten Freisetzung von Stoffwechselgiften in den Organismus des Pferdes, was meist irgendwann zu Hufrehe führt. Aber auch alle anderen Organe leiden unter den Stoffwechselgiften wie das Gewebe (Sehnen & Bänder), die Knochen und Gelenke und natürlich das Herz-Kreislauf-System.

Die Behandlung des Metabolische Syndroms beim Pferd
So kompliziert und schwerwiegend diese Erkrankung auch ist, so einfach ist es, sie wieder in den Griff zu bekommen (wenn sie nicht bereits schwerwiegende Schäden hinterlassen hat). Die Therapie ist nämlich mehr als simpel: Abspecken! (Aber natürlich langsam und vorsichtig und nicht in einer Hauruckaktion, welche den Stoffwechsel noch mehr belasten und die Symtomatik verschlimmern würde anstatt zu verbessern.)
Dazu gehört: deutlich mehr Bewegung als jetzt sowie eine Aktivierung des Stoffwechsels und Ausleitung der Stoffwechselgifte. Außerdem muss in den meisten Fällen eine komplette aber langsame Futterumstellung erfolgen: Hauptfuttermittel darf nur noch abgelagertes Heu sein (rationiert; etwa 1,2 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht**) und die Fütterung sollte ausschließlich aus engmaschigen Heunetzen erfolgen, damit die Fresszeiten verlängert aber die Menge reduziert werden kann, ohne dem Magen zu schaden. Absolut tabu sind alle schnell verdaulichen Kohlenhydrate, welche den Insulinspiegel nach oben treiben wie alle Getreidesorten, Melasse, Kleie, Mais, die meisten Müslis und  Leckerlis, aber auch süße Obstsorten wie Bananen oder Birnen.
Der Graskonsum sollte stark reduziert werden - im Frühjahr und Herbst mit warmen Tagen und kalten Nächten (hoher Fruktangehalt = Hufrehegefahr und steigender Insulinspiegel) sogar auf ein Minimum. Um die nötige Bewegung von mindestens 6 Stunden am Tag gewährleisten zu können, steigen Sie lieber um auf Sandpaddocks oder Bewegungsställe mit Sandboden. 24 Stunden Weide wie es in vielen Offenställen der Fall ist, ist für leichtfuttrige Pferde Gift. Das liegt daran, dass wir in unseren Gefilden eben keine kargen, rohfaserreichen Steppen haben, sondern stärke- und zuckerhaltige Mastweiden, die einst den Milchertrag der Kühe steigern sollten. So bekommen die Pferde auf relativ kleiner Fläche (also ohne sich viel zu bewegen!) die vielfache Menge an Stärke und Zucker, die sie in der freien Natur bekommen würden.
Zusätzlich sollten Sie Ihr Pferd jeden Tag bewegen und sich ein geeignetes Trainingsprogramm aufstellen. Denn nur wenn der Pferdekörper zusätzlich Fett verbrennt, kann das Tier auch sein Übergewicht verlieren - und damit auch das Metabolische Syndrom loswerden.

*Woran erkenne ich EMS? EMS typische Fettdepots
Wir haben schon das eine oder andere Mal mit Pferdehaltern wild diskutiert: Denn meist möchte man beim eigenen Pferd nicht gern einsehen, dass es einfach zu dick ist. Doch im Wohle der Pferde muss das leider sein. Das ist vielleicht im ersten Moment schmerzhaft, aber bietet auch eine große Chance: Denn nur wir Menschen können das Problem angehen. Es liegt in unserer Hand, ob unsere Pferde an EMS leiden oder nicht. Also packen wir es an:
Wenn unsere Pferd übergewichtig sind, ist auch die Gefahr für EMS da. Das heißt: Wir müssen erkennen, ob sie Normalgewicht haben oder nicht. Um das erkennen zu können, haben Wissenschaftler den Body Conditions Score entwickelt. Mit ihm ist die Frage, ob übergewichtig oder nicht, keine Diskussion mehr wert, sondern einfach ein Fakt. Laut dem Body Conditions Score sind die Pferde übergewichtig, die einige oder alle der folgenden Kriterien aufweisen (vereinfacht):

1. Die Rippen sind nicht mehr einfach zu erfühlen und schon gar nicht mehr visuell zu erahnen.
2. Hinter den Schulterblättern befindet sich Fett
3. Der Schweifansatz und/oder der Mähnenkamm sind voluminös
4. Neben der Wirbelsäule befindet sich Fett, so dass sich auf der Linie der Wirbelsäule eine Rinne bildet
5. Das Pferd keucht nach einer kurzen Trabstrecke
6. Geschwollene Partien unter bzw. über den Augen zeigen den schlechten Stoffwechselzustand an
usw.

Woran Sie erkennen, ob es sich um Fett oder Muskulatur handelt
Fett ist wabbelig, weich und leicht verschiebbar. Muskulatur ist hart, definiert und schwerer verschiebbar. Außerdem ist das Gesamtbild des Pferdes der beste Maßstab: Wenn ein Pferd in einem schlechten Trainingszustand ist und nur wenig bis gar nicht gearbeitet wird, KANN z.B. der eindrucksvolle Mähnenkamm keine Muskalmasse sein (ausgenommen sind Hengste). Ein solcher Mähnenkamm entsteht entweder nur bei hoch ausgebildeten und trainierten Dressur-Pferden oder ist halt einfach Fett.

** Empfehlung von Dr. Ingrid Vervuert, Ernährungsspezialistin Pferd, Universität Leipzig