Heucobs für Pferde: Worauf muss man achten?

Infos zum Thema "Heucobs für Pferde"

Was macht Heucobs so gesund für Pferde und wo sind die Unterschiede in Herstellung und Zubereitung? Warum sind Heucobs, obwohl etwas aufwendiger in der Zubereitung, immer einem trockenem Strukturfutter vorzuziehen? Und ist es wirklich gut, wenn Heucobs krass grün sind und stark duften? Diese und viele Fragen mehr beantworten Dir hier. Viel Spaß beim Lesen und Schmökern :)

Ganz liebe Grüße von Deinen Krauties

 

Warum sind Heucobs DAS artgerechte Pferdefutter?

Wenn man herausfinden will, welches Futter für Pferde bestmöglich verträglich und gesund ist, dann gibt es nur einen einzigen Weg: Wir müssen uns die Natur des Pferdes ansehen: Biologie, Ethologie, Physiologie. Oder anders ausgedrückt: Würde mein Pferd noch wild leben, was genau würde es fressen? Denn genau DAS ist absolut artgerecht. Nichts anderes. Denn auf alles das, was das Pferd in Jahrmillionen seiner Entwicklungsgeschichte nicht gefressen hat, ist der Pferdekörper nicht eingestellt. Und das ist ein Problem, weil der Pferdekörper auf bestimmte Nahrung absolut spezialisiert ist! Nimmt es nun Nahrung zu sich, auf die sein Körper nicht eingestellt ist, dann entstehen Verdauungsprobleme und Stoffwechselprobleme. Meist nicht sofort, denn der Körper ist ein Meister in dem Versuch sich anzupassen und schädliche Einflüsse zu kompensieren. Doch diese Kompensation kostet richtig Kraft! Und die Kraft wird nach und nach weniger und weniger bis sich irgendwann Krankheiten einstellen. Oftmals sind diese für den Besitzer dann nicht mehr eins zu eins auf die Ursache zurückzuführen. Dennoch ist die Ursache da und oft liegt sie in nicht-artgerechten Futtermitteln. 

Für ein Pferd ist alles artgerecht, was seinem wilden Speiseplan entspricht: Das sind vor allem karge, harte Gräser mit wenig Zucker, aber auch Kräuter, Baumrinden, Wurzeln, Blätter und Ölsaaten. Zusammengefasst ist das Pferd spezialisiert auf einen hohen Fasergehalt der Nahrung (also schwer Verdauliches) und einen niedrigen Zucker- und Stärkegehalt. Alles, was dem nicht entspricht, ist nicht artgerecht und macht früher oder später krank. 

 

Artgerechtes Pferdefutter: 

  • zuckerarme Gräser
  • Kräuter
  • Baumrinden
  • Wurzeln
  • Blätter
  • Ölsaaten & Kerne

 

Nicht artgerechte Futtermittel für Pferde: 

  • Bananen (verkleben den Verdauungstrakt, zu viel Zucker, zu viel Stärke)
  • Rüben (zu viel Zucker, verändert den ph-Wert im Verdauungstrakt)
  • fast alle Getreide außer (Grün-)Hafer
  • Erbsen
  • Soja
  • Denaturierte Futtermittel wie isoliertes Erbsen- oder Sojaprotein
  • Bierhefe (Stärke)
  • Südfrüchte
  • Melasse (Zucker)
  • Apfeltrester
  • Reis (kleie)
  • usw

 

Warum Heucobs und kein trockenes Strukturfutter?

Ich brauche also idealerweise eine Futterbasis aus Gräsern und Kräutern. Nun muss ich noch darauf achten, dass die Halmlänge physiologisch ist - also so, wie das Pferd einen Grashalm abreißen und kauen würde. In der Natur kämen Halmlängen unter 5 cm nicht vor. Das wäre auch schlecht, denn die harten Steppengräser müssen sehr sehr gut gekaut werden, um die Schleimhäute des Verdauungstraktes nicht zu verletzen. Der Kauvorgang hat sich evolutionär allerdings an lange Halme angepasst und nicht an Kurze. Die Folge ist, dass zu kurze Halme nicht ausreichend gekaut werden vom Pferd und somit schlecht vorbereitet in den Verdauungstrakt gelangen. Darum fällt Strukturfutter mit industriell geschnittenen Gräsern in der Regel auch aus, wenn wir artgerecht füttern wollen, denn zu lange Halme lassen sich industriell nicht verarbeiten. 

Wenn ich also Gräser als Grundlage des Futters für mein Pferd möchte und keine zu kurzen Halme, dann bleiben nur Heucobs. Denn selbst wenn die Halmlänge nicht so ideal ist, werden die harten Halme einigermaßen unschädlich gemacht durch das Einweichen. Der Brei, der entsteht, wir besser gekaut als ein einzelner kurzer trockener Halm (vorausgesetzt, er ist nicht zu flüssig!). 

Das ist der Grund, warum wir als Grundlage der Pferdeernährung immer Heucobs empfehlen. In Heucobs können dann auch Kräuter gegeben werden, deren Halmlänge ggf nicht so ideal ist, denn eingeweicht mit den Heucobs macht auch der Halm eines Krautes keinen Ärger sondern hat nur positive Effekte. 

 

Heucobs können die Verträglichkeit von Hafer verbessern

In Heucobs ist selbst Hafer meist sehr gut bekömmlich, denn mit Heucobs kann ich die negativen Aspekte von Hafer ausgleichen: Hafer ist ein konzentriertes Futtermittel mit relativ viel Energie auf wenig Rohfaser - also eigentlich nicht geeignet für ein pflanzenfressendes Steppentier wie das Pferd. Dennoch ist Hafer ein sehr gutes Getreide für Pferde um Energie zuzuführen und Masse sowie Muskulatur aufzubauen - gerade, wenn das Grundfutter Heu klimawandelbedingt an Proteinmangel leidet. Die Heucobs geben der Mahlzeit deines Pferdes das, was dem Hafer alleine fehlt: Rohfaser! Wenn Du also Hafer und Heucobs mischt, dann erhöht sich der Rohfaseranteil der Mahlzeit erheblich und der Hafer ist kein konzentriertes Futtermittel mehr sondern ein sehr viel artgerechteres und besser verträgliches. So können sogar magenempfindliche Pferde Hafer bekommen, denn die Energie kommt nicht konzentriert im Verdauungstrakt an, sondern vermischt mit Rohfaser. Wenn Du dann noch ganzen Hafer nimmst, bist Du in Sachen Verträglichkeit ganz gut dabei. 

Aber Achtung: Das Ganze darf nicht mehrere Stunden ziehen! Das gilt für Heucobs sowieso immer, da sich sonst Gärprozesse bilden (besonders im Sommer), in Kombination mit Hafer ist dies aber noch wichtiger, da der Hafer sonst zu schimmeln anfangen kann. 

 

Wie bereitet man Heucobs so zu, dass keine wertvollen Inhaltsstoffe kaputt gehen?

Wenn es die richtigen Heucobs sind, dann enthalten diese wichtige Nährstoffe wie Proteine, Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sowie viel wertvolle Pflanzenfaser. Diese Nährstoffe wollen wir natürlich möglichst erhalten, damit unser Pferd nicht nur „Pappe“ isst ;) Viele Nährstoffe werden aber durch Hitze zerstört bzw zumindest stark reduziert. Darum sollten Heucobs weder unter Fabrik-Atmosphäre heiß getrocknet werden, noch vom Pferdebesitzer kochend heiß aufgegossen werden. Das geht natürlich nur mit Pellets (Heucobs sind ja gepresste Pellets aus Heu), die nicht zu hart gepresst werden. 

Heucobs die sich leicht einweichen lassen, kannst Du dann so schonend zubereiten, dass möglichst viele Inhaltsstoffe enthalten bleiben: Hierzu nimmst du einfach lauwarmes, maximal warmes Wasser, übergießt die Heucobs, sodass sie komplett mit Wasser bedeckt sind (aber nicht im Wasser schwimmen) und lässt sie quellen. Je schneller der Quellvorgang geht, desto schneller kannst Du verfüttern. Das hat nicht nur den Vorteil, dass du nicht so lange warten musst, sondern auch den, dass das Futtermittel frisch bleibt und nicht anfängt zu gären oder zu schimmeln. Du musst natürlich warten, bis die Heucobs gut gequellt und nicht mehr hart sind. Aber du solltest sofort nach dem Quellen füttern und das Ganze nicht lange stehen lassen - vor allem nicht im Sommer. 

sort-descending
Wiesentaler für Pferde

Rucki-Zucki-Heucobs aus bestem Weidegras

sofort lieferbar

Ab 8,90 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versand

1 Eintrag

icon-information-circle Die hier veröffentlichten Texte ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung und Behandlung durch einen Arzt / Tierarzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer (tier-)ärztlichen Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Hier gehts zum vollständigen Haftungsausschluss

loader
Laden...